Fachkraft für Lagerlogistik & Fachlagerist / -in (Berufsschule)

Duale Ausbildung Lagerlogistik
Güter steuern, Prozesse optimieren, Abläufe sichern.
Eine funktionierende Logistik ist das Fundament der Wirtschaft. Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachlagerist:innen sichern den reibungslosen Güterumschlag und gestalten Logistikprozesse aktiv mit.

Auf einen Blick

Ziel

Bestandene IHK-Abschlussprüfung und unser schulischer Berufsschulabschluss

Voraussetzung

Ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, das über eine Lagerhaltung verfügt

Dauer

2 Jahre für Fachlagerist:innen, 3 Jahre für Fachkräfte für Lagerlogistik (Verkürzungen möglich)

Unterrichtsmodus

Teilzeit im wöchentlichen Wechsel – in der einen Woche zwei Schultage (je 8 Stunden), in der anderen Woche ein Schultag (8 Stunden)

Besonderheit

Praxisnahes Lernen an unserem eigens konzipierten Logistik-Modellunternehmen „Top Bike GmbH“

Wichtige Unterlagen & Links

Fachrichtungen / Berufsbild

Das Tätigkeitsfeld im Bereich der Lagerlogistik

Fachkräfte in der Lagerlogistik bilden ein entscheidendes Bindeglied im Warenfluss. Neben der Steuerung des Wareneingangs und der sachgerechten Lagerung werden logistische Prozesse optimiert und Tourenpläne für den Versand erstellt.

Tätigkeitsfelder

Wareneingang & fachgerechte Lagerung

Als erste Station im Betrieb werden Lieferungen angenommen und kontrolliert. Zudem wird sichergestellt, dass die Waren sicher und sachgerecht im Lager untergebracht werden.
Vermittelte Inhalte

Güter annehmen, kontrollieren und Abweichungen dokumentieren.

Waren fachgerecht lagern und im Betrieb transportieren.

Bedienung von Arbeitsmitteln und logistischen Systemen

Mögliche Jobs, bspw...

Fachlagerist:in

Mitarbeiter:in Wareneingang

Spezialist:in für Lagerhaltung

Kommissionierung & Versand

Es erfolgt die präzise Zusammenstellung von Lieferungen. Die Güter werden versandfertig verpackt und die Ladung wird fachgerecht für den Transport gesichert.
Vermittelte Inhalte

Güter kommissionieren, verpacken und verladen

Sichern der Ladung und Erfassen von Güterbewegungen mit digitalen Kommunikationsmitteln

Mängel feststellen und Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergreifen

Mögliche Jobs, bspw...

Kommissionierer:in

Mitarbeiter:in Warenausgang & Versand

Lagerist:in

Tourenplanung & Prozessoptimierung (Fokus Fachkraft)

 Die Auslieferung wird strategisch gesteuert. Es werden effiziente Touren geplant und logistische Prozesse analysiert, um den Güterumschlag im Unternehmen kontinuierlich zu optimieren.
Vermittelte Inhalte

Tourenpläne erstellen und Beladepläne für unterschiedliche Güter entwerfen.

Kennzahlen ermitteln, auswerten und logistische Prozesse optimieren.

Güter strategisch beschaffen und versenden. Maßnahmen durchführen

Mögliche Jobs, bspw...

Fachkraft für Lagerlogistik

Disponent:in (Fuhrpark/Versand)

Logistik-Koordinator:in

Vorteile

Praxisnahe Unterrichtsgestaltung

 Die theoretischen Lerninhalte werden stets handlungsorientiert und anwendungsbezogen vermittelt. Durch eine enge didaktische Verzahnung mit den aktuellen Anforderungen der Wirtschaft wird eine fundierte Vorbereitung auf die Steuerung effizienter Stoffströme und moderner Lieferketten sichergestellt.

Theorie trifft Praxis – Die "Interlogistik GmbH"

Durch die prozessorientierte Bearbeitung von praxisnahen Lernsituationen im Modellunternehmen „Interlogistik GmbH“ wird eine solide und breite Basis an beruflichen Qualifikationen aufgebaut.

Modernes Lernumfeld

Das Lernumfeld ist auf die Anforderungen der modernen Logistik ausgerichtet. In multifunktionalen Unterrichtsräumen mit aktueller EDV-Ausstattung erfolgt eine fundierte Vorbereitung auf digitale Warenwirtschaftssysteme, ergänzt durch eine individuelle Förderung der Lernenden.

Höhere Schulabschlüsse inklusive

Mit dem Berufsschulabschluss wird automatisch der Erweiterte Erste Schulabschluss (Hauptschulabschluss nach Klasse 10) erworben. Bei entsprechenden Leistungen (Notendurchschnitt von mindestens 3,0 und angemessenen Englischkenntnissen) wird der Mittlere Schulabschluss (FOR) erreicht. Ein Durchschnitt von 2,5 oder besser ermöglicht den Qualifikationsvermerk (FOR-Q) für den Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Zusatzqualifikationen während der Ausbildung

Parallel zur Ausbildung besteht am Margot Friedländer Berufskolleg die Möglichkeit, das KMK-Fremdsprachenzertifikat in Englisch zu erwerben oder die volle Fachhochschulreife zu erlangen.
Überblick

Von den Voraussetzungen bis zur Zukunftsperspektive

Voraussetzung

Der Start

Vorausgesetzt wird ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, der über eine Lagerhaltung verfügt.

Das Bildungsziel bei uns

Nach zwei Jahren (als Fachlagerist:in) oder drei Jahren (als Fachkraft für Lagerlogistik) wird die IHK-Abschlussprüfung absolviert. Ergänzend dazu wird der schulische Berufsschulabschluss erlangt.
Erw. Ersten Schulabschluss
Klasse 10
immer automatisch
Mittl. Schulabschluss
(Fachoberschulreife)
Ø ≤ 3,0 · Englischnachweis
Gymnasiale Oberstufe
Berechtigung
Ø ≤ 2,5 · Q-Vermerk

Perspektive

Der direkte Berufsstart

Mit dem erfolgreichen IHK-Abschluss und fundiertem Fachwissen ist ein direkter Einstieg als qualifizierte Fachkraft im Betrieb möglich.
Zur Berufsberatung

Fachhochschulreife (FOS12B)

In nur einem Jahr im Vollzeit-Unterricht kann die volle Fachhochschulreife erworben werden, um im Anschluss ein akademisches Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen.
Zur Fachoberschule 12 B

IHK IT-Professionals

Es besteht die Möglichkeit zur berufsbegleitenden Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer (z. B. als Handelsfachwirt:in oder Personalfachkaufmann/-frau), um im Unternehmen Fach- und Führungsaufgaben zu übernehmen.

Unser Beratungsangebot

Die Vielzahl an Abschlüssen und Weiterbildungen kann unübersichtlich wirken. Es wird umfassende Unterstützung angeboten, um vor dem Start oder während der schulischen Laufbahn den passenden Bildungsweg zu finden.
Für Betriebe: Lernfelder und Unterricht

Lernfelder und Unterrichtsstruktur

Der Rahmenlehrplan sieht eine handlungsorientierte Gliederung nach Lernfeldern vor, welche logistische und betriebswirtschaftliche Prozesse abbilden. In bis zu 12 Lernfeldern (wie beispielsweise „Güter kommissionieren“, „Touren planen“ und „Logistische Prozesse optimieren“) werden parallel zur betrieblichen Praxis die erforderlichen theoretischen Kenntnisse im Berufsschulunterricht vermittelt.
Prüfungsstruktur

Der Weg zum IHK-Abschluss

Neben dem Erwerb des schulischen Abschlusszeugnisses wird für den betrieblichen Teil der dualen Berufsausbildung eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt.
Weg

Zwischenprüfung

Diese findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt und wird als praktische Prüfung durchgeführt.Nach 12 Monaten. Schriftlich (90 Minuten) im Bereich Verkaufsprozesse.Diese findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt und wird als praktische Prüfung durchgeführt.

Abschlussprüfung

Diese Prüfung erfolgt am Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Die Gesamtnote setzt sich dabei zu jeweils 50 % aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil zusammen:

1. Praktischer Teil (50 % der Gesamtnote) Dieser umfasst zwei praktische Aufgaben (Dauer: maximal 5 Stunden) sowie ein 15-minütiges begleitendes Fachgespräch (z. B. zum Erfassen von Güterbewegungen oder dem versandfertigen Verpacken).

2. Schriftlicher Teil (50 % der Gesamtnote) Dieser Bereich prüft das theoretische Fachwissen und wird intern wie folgt gewichtet:

  • Prozesse der Lagerlogistik (40 %)
  • Betriebliche Güterbewegung (40 %)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (20 %)

Zwischenprüfung

Diese findet vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres zur Ermittlung des Ausbildungsstands statt. Sie setzt sich aus einem praktischen Teil (Arbeitsaufgabe) und einem schriftlichen Teil (Aufgaben zu arbeitsorganisatorischen Abläufen und Lagerungsprozessen) zusammen.Diese findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt und wird als praktische Prüfung durchgeführt.Nach 12 Monaten. Schriftlich (90 Minuten) im Bereich Verkaufsprozesse.Diese findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt und wird als praktische Prüfung durchgeführt.

Abschlussprüfung

Die Gewichtung zur Ermittlung der Gesamtnote setzt sich zu jeweils 50 % aus einem praktischen und einem tiefergehenden schriftlichen Teil zusammen:

1. Praktischer Teil (50 % der Gesamtnote) Dieser Bereich entspricht strukturell dem der Fachlagerist:innen. Er besteht aus zwei komplexen praktischen Aufgaben, die jeweils 25 % der Gesamtnote ausmachen. Dafür stehen maximal 5 Stunden zur Verfügung, inklusive eines 15-minütigen Fachgesprächs (z. B. zur Erstellung eines Beladeplans).

2. Schriftlicher Teil (50 % der Gesamtnote) Der theoretische Prüfungsteil ist in drei Bereiche untergliedert und fließt mit folgenden Anteilen in die Gesamtnote ein:

  • Prozesse der Lagerlogistik (150 Minuten) – 25 %
  • Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag (90 Minuten) – 15 %
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten) – 10 %

Verlängerung der Ausbildung

Nach dem erfolgreichen Abschluss der zweijährigen Ausbildung zur Fachlageristin beziehungsweise zum Fachlageristen besteht die Möglichkeit, die Ausbildung um ein weiteres Jahr zu verlängern, um den Abschluss als Fachkraft für Lagerlogistik zu erlangen. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss eines neuen Ausbildungsvertrags für das dritte Ausbildungsjahr. Die Abschlussprüfung entspricht in diesem Fall den Anforderungen des dritten Ausbildungsjahres der regulären Fachkraft für Lagerlogistik.

Noch Fragen?
Andra Mühlenkamp
Abteilungsleiterin

mk@margot-bk.de

05451 5092 – 0

Noch Fragen?
Petra Bersch
Bildungsgangleiterin

bs@margot-bk.de

05451 5092 – 0

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