Medizinische:r Fachangestellte:r (Berufsschule)

Die duale Ausbildung im Gesundheitswesen
Betreuen, assistieren und Praxis­abläufe steuern
Ob in der großen Gemeinschaftspraxis, bei Fachärzt:innen oder in Kliniken: Medizinische Fachangestellte (MFA) bilden ein zentrales Element der ambulanten Versorgung. Sie fungieren als erste Ansprechpersonen für Patient:innen und leisten wesentliche Assistenz bei der Behandlung.

Auf einen Blick

Ziel

Bestandene Abschlussprüfung vor der Ärztekammer und unser schulischer Berufsschulabschluss.

Voraussetzung

Ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit einer Arztpraxis oder Klinik.

Dauer

3 Jahre – Verkürzung über Antrag bei der Ärztekammer (bei guter schulischer Vorbildung oder starken betrieblichen Leistungen) möglich.

Unterrichtsmodus

In allen Ausbildungsjahren jeweils 12 Wochenstunden Unterricht am Vormittag

Besonderheit

Möglichkeit, parallel das Qualitätsmanagement-Zertifikat (QM-Modul I und II) zu erwerben.

Wichtige Unterlagen & Links

Fachrichtungen / Berufsbild

Das Tätigkeitsfeld von Medizinischen Fachangestellten

Medizinische Fachangestellte übernehmen vielfältige Aufgaben. Sie assistieren bei ärztlichen Behandlungen, betreuen die Patient:innen, führen Laborarbeiten durch und organisieren den reibungslosen Praxisablauf.

Tätigkeitsfelder

Medizinische Assistenz & Labor

Es erfolgt eine direkte Unterstützung bei Therapie und Diagnostik. Instrumente werden vorbereitet, Blutentnahmen und Injektionen durchgeführt sowie grundlegende Laborarbeiten übernommen.
Vermittelte Inhalte

Assistieren

Bei Diagnostik (z.B. Bewegungs- oder Urogenitalsystem) und Therapie assistieren.

Medizinische Instrumente, Apparate und Labortechnik richtig einsetzen.

Bei kleinen chirurgischen Behandlungen assistieren und Wunden versorgen.

Mögliche Jobs, bspw...

MFA im Bereich Labor & Diagnostik

Behandlungsassistenz / OP-Assistenz (ambulant)

Patientenbetreuung & Prävention

Medizinische Fachangestellte agieren als Vertrauenspersonen in der Praxis, begleiten Patient:innen professionell und leisten in Notfallsituationen sichere Erste Hilfe.
Vermittelte Inhalte

Patienten empfangen und begleiten

In Notfallsituationen professionell Hilfe leisten.

Mögliche Jobs, bspw...

VERAH (Versorgungsassistent:in in der Hausarztpraxis nach Weiterbildung)

Präventionsberater:in in großen Praxen

Praxismanagement & Hygiene

Ein reibungsloser Praxisbetrieb wird sichergestellt. Zu den Aufgaben gehören die Bedienung der Praxissoftware, die Materialbeschaffung, die Leistungsabrechnung sowie die strikte Einhaltung von Hygienevorschriften und dem Umweltschutz.
Vermittelte Inhalte

Praxisabläufe im Team organisieren

Abrechnungen erstellen, Zahlungen vornehmen und Material beschaffen.

Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten sicherstellen.

Mögliche Jobs, bspw...

Praxismanager:in (nach Weiterbildung)

Abrechnungsspezialist:in

Sachbearbeiter:in in der Praxisverwaltung

Vorteile

Lehrkräfte aus der medizinischen Praxis

Die Fachlehrkräfte vermitteln nicht nur theoretisches Wissen. Langjährige eigene Berufserfahrung aus Praxisalltag, Kliniken und dem Gesundheitswesen fließt direkt in den Unterricht ein – für eine fundierte Vorbereitung, die medizinisches Fachwissen und Patientenservice optimal verknüpft.

Gesundheit trifft auf Praxismanagement

Neben der Vermittlung von fundiertem medizinischem Hintergrundwissen, beispielsweise zu Anatomie und Infektionsschutz, erfolgt eine praxisnahe Schulung in relevanten Abrechnungs- und Praxismanagementsystemen.

Zusatzqualifikationen während der Ausbildung

Parallel zur Ausbildung besteht am Margot Friedländer Berufskolleg die seltene Möglichkeit, das QM-Zertifikat (Qualitätsmanagement Modul I und II) zu erwerben. Dies qualifiziert für die Aufgaben einer/eines Qualitätsmanagement-beauftragten.

Höhere Schulabschlüsse inklusive

Mit dem Berufsschulabschluss wird automatisch der Erweiterte Erste Schulabschluss (Hauptschulabschluss nach Klasse 10) erworben. Bei entsprechenden Leistungen (Notendurchschnitt von mindestens 3,0 und angemessenen Englischkenntnissen) wird der Mittlere Schulabschluss (FOR) erreicht. Ein Durchschnitt von 2,5 oder besser ermöglicht den Qualifikationsvermerk (FOR-Q) für den Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Fachhochschulreife

Liegt bereits der schulische Teil der Fachhochschulreife vor, wird durch den erfolgreichen Abschluss dieser Berufsausbildung automatisch die volle Fachhochschulreife erworben.
Überblick

Von den Voraussetzungen bis zur Zukunftsperspektive

Voraussetzung

Der Start

Vorausgesetzt wird ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit einer ärztlichen Praxis oder einer Klinik.

Das Bildungsziel bei uns

Nach in der Regel drei Jahren wird die Abschlussprüfung vor der zuständigen Ärztekammer absolviert. Ergänzend dazu wird der schulische Berufsschulabschluss erlangt.
Erw. Ersten Schulabschluss
Klasse 10
immer automatisch
Mittl. Schulabschluss
(Fachoberschulreife)
Ø ≤ 3,0 · Englischnachweis
Gymnasiale Oberstufe
Berechtigung
Ø ≤ 2,5 · Q-Vermerk

Perspektive

Der direkte Berufsstart

Mit der erfolgreichen Kammerprüfung und fundiertem Fachwissen ist ein direkter Einstieg als qualifizierte Fachkraft in der ambulanten Versorgung möglich.
Zur Berufsberatung

Versorgungsassistent:in (VERAH) oder Fachwirt:in

Es besteht die Möglichkeit zur berufsbegleitenden Weiterbildung (z. B. als Versorgungsassistent:in in der Hausarztpraxis (VERAH) oder Fachwirt:in für ambulante medizinische Versorgung), um erweiterte Aufgaben wie eigenständige Hausbesuche oder die Praxisleitung zu übernehmen.

Studium im Gesundheitswesen

In nur einem Jahr im Vollzeit-Unterricht kann die volle Fachhochschulreife erworben werden, um im Anschluss ein akademisches Studium, beispielsweise in Pflegemanagement oder Gesundheitsökonomie, aufzunehmen.

Physician Assistant (Arztassistenz)

Es besteht zudem die Möglichkeit einer akademischen Weiterqualifizierung zum Physician Assistant. In dieser Funktion wird das ärztliche Personal durch die Übernahme delegierbarer Aufgaben in der ambulanten und stationären Versorgung maßgeblich unterstützt.

Unser Beratungsangebot

Die Vielzahl an Abschlüssen und Weiterbildungen kann unübersichtlich wirken. Es wird umfassende Unterstützung angeboten, um vor dem Start oder während der schulischen Laufbahn den passenden Bildungsweg zu finden.
Für Betriebe: Lernfelder und Unterricht

Lernfelder und Unterrichtsstruktur

Der Unterricht vermittelt das fundierte theoretische Wissen in enger Abstimmung auf die betriebliche Praxis der ärztlichen Versorgung. Der Rahmenlehrplan sieht eine handlungsorientierte Gliederung nach 12 Lernfeldern vor, die neben medizinisch-anatomischen Themen (z. B. "Bei Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren") auch organisatorische Aufgabenfelder (z. B. "Praxisabläufe im Team organisieren") abdecken. Informationstechnische Prozesse sind dabei direkt in die jeweiligen Lernfelder integriert.
Prüfungsstruktur

Der Weg zum Abschluss vor der Ärztekammer

Die Abschlussprüfung vor der Ärztekammer besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Beide Teile fließen zu jeweils 50 % in die Prüfungsnote ein.

Der schriftliche Teil (50% Gewichtung)

  • Behandlungsassistenz (40 %): 120 Minuten.
  • Betriebsorganisation und -verwaltung (40 %): 120 Minuten.
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (20 %): 60 Minuten.

Der praktische Teil (50% Gewichtung)

Gegenstand des praktischen Teils ist ein geschlossener, praxisbezogener Handlungsprozess, wie er im betrieblichen Alltag vorkommt. Unmittelbar vor Beginn wird eine Aufgabe aus den Bereichen Prävention oder Labor gewählt. Im Anschluss an die Simulation der Praxissituation erfolgt ein 15-minütiges Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss (Gesamtdauer max. 75 Minuten).

Noch Fragen?
Stefanie Spitthöver
Abteilungsleiterin und kommisarische Bildungsgangleiterin

spi@margot-bk.de

05451 5092 – 0

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Ob als zukünftige Fachkraft oder als Ausbildungsbetrieb – auf unserer zentralen Anmeldeseite sind alle Checklisten, Fristen und Links zu finden, die für den Schulstart nötig sind.

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